Ein Eistag ist ein Tag, an dem das Maximum der
Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes (unter 0°C) liegt, d.h. es
herrscht durchgehend Frost.
Die Anzahl der Eistage ist somit eine Untermenge der Anzahl der
Frosttage. Die Anzahl der Eistage beschreibt sehr gut die Härte eines
Winters. So hatte z.B. der milde Winter 1974/75 im Rhein-Main-Gebiet nur einen
Eistag, im strengen Winter 1969/70 wurden dagegen 40 Eistage registriert.
Die mittlere Anzahl der Eistage pro Jahr kann zur
Effektiven Klimaklassifikation herangezogen werden.
Ein Frosttag ist ein Tag, an dem das Minimum der Lufttemperatur unterhalb des
Gefrierpunktes (0°C) liegt (ohne Beachtung des Lufttemperatur-Maximums).
Die Anzahl der Frosttage ist somit ≥ der Anzahl der
Eistage, an denen durchgehend Frost vorherrscht.
Die Anzahl der Frosttage ergänzt die Aussagen zur Strenge eines Winters, welche
primär anhand der Anzahl der
Eistage ermittelt wird.
Die mittlere Anzahl der Frosttage pro Jahr kann zur
Effektiven Klimaklassifikation herangezogen werden.
Ein Gewittertag ist ein Tag, an dem im Verlauf von 24 Stunden mindestens ein Gewitter beobachtet wurde. Als Beginn des Gewitters ist der Zeitpunkt, an dem der erste Donner gehört wurde, anzugeben. Gewitter, die über Mitternacht hinaus andauern, werden nur als ein Gewitter gezählt und dem Tag zugeordnet, an dem die größte Nähe des Gewitters beobachtet wurde.
Ein Hageltag ist ein Tag, an dem irgendwann Hagel unabhängig von der Kerngröße auftritt.
Ein Heißer Tag ist ein Tag an dem das Maximum der Lufttemperatur ≥ 30°C beträgt. (Ein Heißer Tag wurde früher auch als Tropentag bezeichnet.)
Die Anzahl der Heißen Tage ist immer ≤ der Anzahl der
Sommertage. Die Anzahl der Heißen Tage ist ein Maß für die Güte eines
Sommers. Diese Aussage kann durch das Hinzuziehen der Anzahl der
Sommertage ergänzt werden.
Beispiel:
Sommermonat Juli 1984 in Frankfurt am Main:
Heiße Tage: 6 (normal 4,4)
Daraus folgt die Vermutung: zu warm.
Sommertage: 10 (normal 13,1)
Daraus folgt die Vermutung: zu kühl.
Die Ergänzung der Anzahl der Heißen Tage durch die Anzahl der
Sommertage relativiert die zuerst gewonnene Aussage. Sie lässt einen dem
längjährigen Mittelwert fast entsprechenden und keinesfalls zu warmen Monat Juli
1984 vermuten. Dies wird durch die Monatsdurchschnittstemperatur des Juli 1984
bestätigt.
Die mittlere Anzahl der Heißen Tage pro Jahr kann zur Effektiven Klimaklassifikation herangezogen werden.
Ein heiterer Tag ist ein Tag mit einem Tagesmittel der Bewölkung (Bedeckung) < 1,6 Achtel
Als Nebeltag wird in der Klimatologie ein Tag bezeichnet, an dem die horizontale Sichtweite mindestens in einem Sektor von 90° irgendwann zwischen 00.00 und 24.00 Uhr gesetzlicher Zeit weniger als 1 km beträgt.
Einer der nebelreichsten Orte in Deutschland ist die Spitze des Brockens
(Harz).
Der Rekord der maximalen Anzahl der Tage mit Nebel in einem Jahr liegt bei 330
Tagen aus dem Jahr 1958.
Ein Niederschlagstag ist ein Tag, mit einer 24-stündigen gemessenen Niederschlagshöhe ≥ 0,1mm (0,1l/qm)
Ein Regentag ist ein Tag, mit einer 24-stündigen gemessenen Regenhöhe ≥ 0,1mm (0,1l/qm)
Als Schneedeckentag gilt ein Tag, an dem eine Schneedecke (Schneebedeckungsgrad >0,5) zu einem festgesetzten Termin vorhanden ist.
Ein Sommertag ist ein Tag an dem das Maximum der Lufttemperatur ≥ 25°C
beträgt. Die Menge der Sommertage enthält auch die Untermenge der
Heißen Tage. Die Anzahl der Sommertage ergänzt die Aussagen zur Güte eines
Sommers, welcher primär anhand der Anzahl der
Heißen Tage ermittelt wird.
Die mittlere Anzahl der Sommertage pro Jahr kann zur
Effektiven Klimaklassifikation verwendet werden.
Ein Sturmtag ist ein Tag, an dem das Maximum der
Windgeschwindigkeit ≥ 8 Beaufort beträgt
(ausgedrückt durch das größte während des Tages auftretende 10-Minuten -Mittel).
Ein trüber Tag ist ein Tag, mit einem Tagesmittel der Bewölkung (Gesamtbedeckungsgrad) > 6,4 Achtel
Eine Tropennacht ist eine Nacht, in der das Minimum der Lufttemperatur ≥ 20°C beträgt.
Tropennächte sind in Deutschland sehr selten. An den meisten DWD-Stationen
gibt es im Mittel weniger als eine Tropennacht pro Jahr. An einzelnen sehr
günstig gelegenen Stationen werden 2 bis 3 jährliche Tropennächte registriert.
Den Spitzenplatz hält die Station Berlin-Alexanderplatz mit durchschnittlich 5
Tropennächten pro Jahr.
In Jahren mit sehr heißen Sommern wie 2003 wurden an begünstigten Stationen
allerdings über 10 Tropennächte beobachtet. So waren es 2003 in Kehl bei
Straßburg 21 Tropennächte.